1×1 des Siebdruckens

Vor ein paar Tagen habe ich mit Barbara, Lotti und Claudine einen Nachmittag in Barbaras Siebdruckatelier verbracht. Dabei entstand ein gemeinsames Werk.

Ich habe eine kleine Dokumentation gemacht für alle, die wissen wollen, wie Siebdruck funktioniert.

 

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An einem lauschigen Grill-Nachmittag eine Woche zuvor (ja es ist noch nicht lange her, da war noch Sommer) entstanden viele schwarz-weiss Zeichnungen. Jede von uns hatte Stift oder Tusche mitgenommen und ein paar Dinge im Skizzenbuch festgehalten, die uns gerade umgaben.

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Diese Zeichnungen hatten wir dann zusammengetragen und am Computer neu kombiniert. So entstand unser gemeinsames Bild. Jede ist darauf mit mindestens einer ihrer Skizzen vertreten.

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Das Ganze druckten wir auf transparente Folie aus.

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Danach ging es in die Dunkelkammer. Barbara hatte schon Siebe vorbereitet und mit lichtempfindlicher, grüner Emulsion beschichtet. Nun konnten wir nur noch eins in passender Grösse auswählen.

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Unser gemeinsames Bild wurde aufs Sieb gelegt und das Ganze für ein paar Minuten einem UV-Licht ausgesetzt. Das UV-Licht härtet die grüne Emulsion dort wo sie nicht von den schwarzen Teilen der transparenten Folie abgedeckt wird.

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Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl wurde das Sieb gewaschen …

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… und zwar solange, bis sich die ungehärtete Emulsion vom Sieb löste.

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Nun hiess es, das Sieb zu trocknen.

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Es war gar nicht einfach eine Farbe auszuwählen. Schlussendlich entschieden wir uns für ein helles Blau und ein Neon Pink. Stofffarben mussten es sein, denn wir wollten Taschen und T-shirts bedrucken.

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Damit es keine Farbränder gibt, klebten wir das Sieb an allen Kanten  ab.

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Nun wurde es mit Schraubzwingen am Tisch fixiert.

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Dann wurde die Farbe auf die untere Kante des Siebs gegossen.

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In der Zwischenzeit bereiteten wir den Stoffsack vor. Damit die Farbe nicht auf dei hintere Seite durchdrückt, legten wir einen Karton zwischen die beiden Stoffschichten.

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Nun kanns los gehen! Nach einem Testdruck, wagten wir uns an den Stoffsack.

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Zuerst wurde die Farbe von unten nach oben mit geringem Druck auf dem Sieb verteilt. Wobei das Sieb noch nicht den darunterliegenden Stoff berührt.

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Danach wurde gedruckt. Mit viel Kraft zogen wir die Farbe von oben nach unten übers Sieb. Alle waren gespannt.

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Yeah, und so sieht unser fertiges Werk aus!

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Einmal im Siebdruckfieber konnten wir kaum noch stoppen! Vielen Dank Barbara, für den tollen Tag in deinem Atelier.